Braucht es im Jahr 2018 noch Fotofilter?

Braucht es im Jahr 2018 noch Fotofilter?

Gute Fotofilter wie Polarisationsfilter, Graufilter oder Grauverlaufsfilter kosten viel Geld und brauchen Platz im Fotorucksack. Kann der Effekt eines solchen Filters nicht ganz einfach in Photoshop, Lightroom oder einem anderen Programm in der Nachbearbeitung gemacht werden?
Diese Frage wird mir häufig bei Fotokursen oder im Laden gestellt.
In den nächsten Zeilen möchte ich euch erklären wie ich das sehe, was für Filter ich selber benutze und wie ich mit diesen fotografiere.

Zu Zeiten der Analogenfotografie brauchte es diverse Filter um Effekte oder Farbkorrekturen zu erzeugen. Die handelsüblichen Filme waren auf Tageslicht (5500 Kelvin) ausgelegt. So brauchte es z.B einen Farbkorrekturfilter um korrekte Farben bei Kunstlicht aufzunehmen. Heute kann der Weissabgleich ganz einfach von Bild zu Bild auf der Kamera eingestellt werden. Dann gab es Unmengen an Effektfilter wie z.B Prismafilter, Softfilter und ähnliche Filter um einen gewissen Effekt auf das Bild zu bringen. Wer solche künstlichen Effekte mag, macht dies heute auf dem Computer mit ein paar einfachen Mausklicks.

Im Jahr 2018 braucht es aus meiner Sicht nur noch drei verschiedene Filter. In der Landschaftsfotografie wende ich persönlich noch den Cir-Polarisationsfilter, den Graufilter (Neutraldichtefilter) und den Grauverlaufsfilter an. Diese Filter brauche ich um das Bild so darzustellen, wie ich es von Auge sehe oder um einen gewissen Effekt ins Bild zu bringen. Es kommt häufig vor, dass ich diese Filter kombinieren muss um mein gewünschtes Bild aufnehmen zu können. Dafür verwende ich ein Einschubfiltersystem. In das Filtersystem lassen sich verschiedene Graufilter 100×100 mm oder Grauverlaufsfilter 100×150 mm einschieben. Der Polarisationsfilter kann nach Bedarf in den Grundadapter eingeschraubt werden.

Nun möchte ich euch erklären, warum es diese Filter auch in Zeiten von Photoshop braucht.

Der Polarisationsfilter:
Dieser Filter polarisiert Licht in einem Winkel von 90° zur Lichtquelle. Er kann zum Beispiel dafür verwendet werden um Spiegelungen aus Wasser, Glas oder lackierten Oberflächen herauszufiltern. Dies ist einer dieser Filter, dessen Effekt durch Nachbearbeitung nicht ersetzt werden kann. Wird ein Bild mit einer Spiegelung aufgenommen, kann auch das Bildbearbeitungsprogramm die Farbe des Wassers oder die Sachen hinter einer Reflexion nicht sichtbar machen.
In der Landschaftsfotografie nutze ich den Polfilter häufig auch um Farben zu verstärken. Sehr interessant kann der Filter auch beim Fotografieren in nasser Umgebung sein. In einem verregneten Wald lässt der Filter die Grüntöne durch das rausfiltern der Spiegelung auf den Blättern und Gräsern kräftiger wirken.
Der Polfilter muss vom Fotografen in die passende Richtung gedreht werden um den gewünschten Effekt auf dem Bild zu erhalten.

Der Graufilter:
Ein Graufilter schluckt Licht. Er ist farbneutral und kann in verschiedenen Stärken gekauft werden. Durch seine Eigenschaft verlängert der Graufilter die Verschlusszeit.
Es gibt viele Möglichkeiten diesen in der Fotografie oder Videografie einzusetzen.
Hier findet ihr unterschiedliche Anwendungen für den Graufilter:

1. Ich stelle mir vor, dass ich bei Tageslicht, in einer Stadt, auf einem Platz mit vielen Menschen stehe und eine Sehenswürdigkeit fotografieren will. Nun habe ich das Problem, dass die Touristen immer ins Bild laufen. Mit einer langen Verschlusszeit (je länger umso besser) kann ich die Menschen, welche sich bewegen aus dem Bild entfernen. Da sich die Leute bewegen, sind diese zu wenig lange auf dem Bild um dargestellt zu werden. Nun haben ich aber das Problem, dass ich z.B bei Blende 11 und ISO 100 am Abend immer noch auf eine Verschlusszeit von 1/15 Sek. kommen. Die Blende möchten ich wegen der Beugungsunschärfe nicht weiter schliessen. Was kann ich also machen, um die Verschlusszeit zu verlängern? Ich nutzen einen Graufilter! Wenn ich also jetzt einen Graufilter mit – 10 Blendenstufen verwende, kann ich 1 Minute lang belichten. So habe ich die Chance meine Sehenswürdigkeit ohne Personen aufzunehmen.

2. Ich stehe an einem Wasserfall und der Belichtungsmesser zeigt mir bei Blende 11 und ISO 100 eine Verschlusszeit von 1/30 Sek. an. Bei dieser Verschlusszeit wird der Wasserfall sehr unruhig und es sind viele Wasserspritzer zu sehen. Nun möchte ich aber einen schönen Flusseffekt ins Wasser bringen. Auch hier habe ich die Möglichkeit und nutze einen Graufilter. In dieser Situation entscheide ich mich für einen Graufilter welcher mir 6 Blendenstufen abdunkelt. Die Verschlusszeit ist jetzt 2 Sek. Es entsteht auf dem Bild ein schöner Flusseffekt. Mir persönlich ist bei der Fotografie eines Wasserfalls wichtig, dass dieser noch eine Struktur aufweist und nicht zu lange belichtet wird.

3. Ich stehe draussen und mache Portrait-Aufnahmen im Freien. Dafür nutze ich mein lichtstarkes Fujifilm 56mm 1.2. Ich möchte ein Bild mit sehr geringer Schärfentiefe aufnehmen. Mein Problem ist nun aber, dass ich wiederum zu viel Licht habe. Trotz einer Verschlusszeit von 1/8000 Sek. wird mein Bild überbelichtet. Die Blende möchte ich wegen der Schärfentiefe aber nicht schliessen. Ich schraube einen Graufilter mit 3 Blendenstufen ans Objektiv. Nun kann ich die Bilder ohne weiteres mit einer 1/1000 Sek. aufnehmen.

Es gäbe hier noch viele andere Anwendungen wo Graufilter für das Bild verwendet werden können.
Ein Graufilter kann ebenfalls nicht in der Nachbearbeitung simuliert werden.

Persönlich habe ich immer einen – 3 Blenden, – 6 Blenden und einen -10 Blendenfilter dabei.

Der Grauverlaufsfilter:
Dieser Filter ist von allen Filtern der entbehrlichste. Bei Landschaftsaufnahmen kann es gut mal vorkommen, dass der Himmel sehr hell ist und der Untergrund dunkler ist oder im Schatten liegt. Für das Menschlicheauge mit einem hohen Dynamikumfang ist dies kein Problem. Wir können eine wunderschöne Landschaft sehen. Fotografieren wir diese Situation aber mit einer Fotokamera, wird im Normalfall der Himmel korrekt dargestellt und der Untergrund ist komplett schwarz. Der Grauverlaufsfilter ist so aufgebaut, dass dieser oben abdunkelt und mit einem Soft-, Hard-, oder Reverseübergang ins neutrale übergeht. Wir gleichen also die hellen Stellen auf dem Bild den dunklen Schatten an und verringern die Dynamik im Bild. Ein guter Landschaftsfotograf weiss, dass es wichtig ist eine Kamera mit einem hohen Dynamikumfang zu kaufen. So hat er die Möglichkeit die dunklen Stellen auf dem Bild nachträglich in der Bildentwicklung besser aufzuhellen. Das Ziel eines Landschaftsfoto ist ja, dass die Landschaft so wiedergegeben wird, wie es der Fotograf vor Ort gesehen hat. Nehmen wir nun ein Bild auf, welches einen sehr hohen Unterschied zwischen dem korrekt belichteten Himmel und dem dunklen Untergrund zeigt, entsteht beim Aufhellen im Bildbearbeitungsprogramm ein Qualitätsverlust, welcher sich in Bildrauschen und Farbverlust zeigt. Je schlechter der Dynamikumfang der Kamera umso mehr ist dies sichtbar. Darum ist es bereits bei der Aufnahme Sinnvoll einen Grauverlaufsfilter zu verwende, welcher die Unterschiede zwischen hell und dunkel reduziert.
Ich kennen einige wirklich gute Fotografen, die wegen der immer besser werdenden Kameratechnik (Dynamikumfang) komplett auf Grauverlaufsfilter verzichten. Ich arbeite ja selber auch mit einer Kamera (Fujifilm GFX50s), welche einen unglaublichen Dynamikumfang bietet.
Trotzdem fotografiere ich immer noch häufig mit Grauverlaufsfiltern. Nach meiner Meinung ist es halt effektiv besser bereits mit korrekt belichteten Bildern in die Bildentwicklung zu gehen, als keinerlei Reserven mehr zu haben.
Wenn ich also in der Landschaft stehe und Zeit habe, dann arbeite ich genau. Ich stelle mein Stativ auf, suche mir meinen Bildausschnitt, messe das Licht und setze je nach Bedarf meine Grauverlaufsfilter ein.
Wenn ich aber eine tolle Lichtsituation sehe, und diese innert wenigen Minuten oder Sekunden vorbei sein kann, dann verzichte ich auf diese Filter und nehme den Moment mit den gegebenen Möglichkeiten der Kamera auf. Ich verzichte viel lieber auf die absolut korrekte Belichtung, als den perfekten Moment in der Natur zu verpassen.

Auch die Grauverlaufsfilter können auf dem Computer nicht komplett ersetzt werden.

Persönlich verwende ich bei den GND (Grauverlaufsfilter) nur noch zwei Filter. Den GND Soft 0.9 und den GND Soft 0.6. Bei speziellen Lichtsituationen kann ich diese beiden Filter immer noch übereinanderlegen und es entsteht ein GND Soft 1.8 Filter.

Es ist mir durchaus bewusst, dass jeder von euch die eigene Art hat zu fotografieren. In diesem Artikel möchte ich einfach zeigen, dass es auch im Jahr 2018 immer noch verschiedene optische Filter braucht um das gewünschte Resultat zu bekommen.

Folgende Filter nutze ich:

– Filterhalterung Nisi V5 Pro
– Nisi Graufilter 100×100 mm -3 Blenden
– Nisi Graufilter 100×100 mm – 6 Blenden
– Breaktrough Photography X4 100×100 mm -10 Blenden
– Breaktrough Photography X4 100×150 mm Soft GND – 3 Blenden
– Nisi 100×150 mm Soft GND – 2 Blenden
– Nisi Polfilter zur V5 Pro Filterhalterung
– Breaktrough Photography X4 CPL 82mm Polarisationsfilter

Über Inputs und Feedbacks zu diesem Blogbeitrag freue ich mich sehr!

8 Kommentare zu “Braucht es im Jahr 2018 noch Fotofilter?

  1. Hallo Patrick,
    ich stimme Dir in allen Punkten zu. Genau diese drei Filterarten nutze ich auch aus Deinen sehr gut beschriebenen Gründen. Beim Grauverlaufsfilter habe ich allerdings statt ND 0,6 soft den 0,6 hard für Sonnenuntergänge am Meer.
    In einem Punkt vertrete ich jedoch eine abweichende Meinung. Ich habe es mir angewöhnt, auf meinen Wanderungen, bei denen es sehr auf Gewicht ankommt, immer den Grauverlaufsfilter auf dem Kompendium zu haben ohne Stativ. Ich belichte meist eine halbe bis eine Blende über, da ich im RAW-Format diese Überbelichtung bei meiner 5 D Mark II schadlos zurücknehmen kann. Das ist zumeist besser als aufzuhellen, wegen des dann entstehenden Rauschens.
    Ich komme gerade aus Ramsau in Bayern und habe dort die Wasserläufe fast immer mit ND fotografiert. Vorgestern allerdings auch abgestützt mit Freihand mit Tele ohne ND, Blende 22, 200 mm und 1/15 Sek. Ich habe eine extrem ruhige Hand, die Beugungsunschärfe war bei den Steinen minimal und die Strukturen des schnell fließenden Wassers noch sichtbar.
    Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat. 🙂
    LG Simone

    • Hallo Simone,

      Vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar! Lieb von Dir!

      Ja, mit einer „älteren“ Canon ist das Arbeiten noch ein wenig anders. Die 5D MK II war wirklich noch so aufgebaut, dass eine leichte Überbelichtung einfacher korrigiert werden konnte als eine Unterbelichtung. Bei Nikon war dies immer umgekehrt. Darum ist die Arbeitsweise nicht gleich.
      Vor kurzen habe ich mal Testaufnahmen mit einer APS-C Kamera gemacht und habe ein Bild mit Blende 8 aufgenommen und eines mit Blende 22. Der Unterschied in den Details ist schon echt krass wegen der Beugungsunschärfe. Mach doch diesen Test auch mal. Das gleiche Bild bei Blende 8 und bei Blende 22. Auf einem gedruckten Bild ist mir 22 zu schwammig.

      Herzlichen Dank für dein Feedback!

      LG Patrik

      • Das wusste ich mit Nikon gar nicht! Ich fing irgendwann mit Canon an und bin dann dabei geblieben. Ist ja fast immer so 🙂
        Klar, ist bei den meisten Objektiven die Schärfe bei drei bis vier Blenden nach Offenblende am besten. Und ich oute mich auch als Fan von f8
        Ich war bei diesem Objektiv ehrlich gesagt auch echt erstaunt über das Ergebnis, allerdings ist die Anfangsblende bei voller Brennweite gruselig!
        LG Simone

  2. Ich kann mich da leider nicht ganz so komplett wie Simone anschliessen.
    Zwar machen Filter sicher sehr oft sinn, wie du aber selber sagst sind sie auch Gewicht das man tragen muss und PLatz das man haben muss.
    Polfilter kann man so wohl wirklich nicht komplett „emulieren“ das ist so, daher volle zustimmung bei den Polfiltern.

    Bei ND Filtern sieht es aber schon ganz anders aus, diese kann man sehr wohl in Photoshop oder mit gewissen Kameras direkt emulieren. Dazu braucht man nur mehrere Aufnahmen (ideal ab Stativ, geht aber auch aus der Hand) und diese mittels der Stapel/Smartobjektfunktion in PS zusammen zu Addieren. Es resultiert in exakt gleiches (ja sogar besseres) Resultat als mit ND FIltern. Dadurch. Der grosse vorteil dieser Methode ist: Das Rauschen reduziert sich massiv – ich habe letztens einen Test gemacht:1Bild ISO 6400 Langzeit VS 128Bilder ISO6400. Das gerechnete Bild hat absolut kein Rauschen, ich kann Problemlos die Tiefen aufhellen was beim ersten Bild natürlich nicht geht.
    Nachteil ist natürlich: Braucht massiv CPU Power und viel Zeit in der Nachbearbeitung. Daher setze ich wenns geht selber auch ND Filter ein. Vergisst man diese aber mal oder man hat ein Objektiv ohne Filtergewinde bei wessen entsprechende Adapter fast so viel wie das Objektiv kosten (Tamron 15-30) setze ich diese Methode sehr gerne ein.
    Wer eine Sony Kamera hat kann das ganze auch direkt „on location“ mittels der APP „Glatte Reflexionen“ machen – Ihr kriegt da trotz der APP ein RAW Bild! Ich nutze diese APP z.B. auf meiner RX100, auch da ist ein Filter eher schwierig.
    Ebenfalls kann man damit z.B. Bilder aus der Hand mit hohem ISO wieder verbessern. Das geht allerdings natürlich nur wenn sich im Bild nichts bewegt das man Aufnehmen möchte. Für den Notfall kann man aber so auch mal mit einem Lichtschwächeren Objektiv im Dunkeln noch brauchbare Bilder machen.

    Mein Fazit daher: ND FIlter sind nicht mehr zwingend, helfen jedoch das Bild schon vor Ort so zu gestallten wie man es erhofft und kann es so auch direkt kontrollieren. Im Notfall oder bei speziellen Objektiven kann man darauf Verzichten.

    Verlaufsfilter:

    Hier sehe ich den Nutzen absolut gar nicht – sie stören eher. Verlaufsfilter kann man eigentlich nur nutzen wenn man das Meer Fotografiert, da man ansonsten nie einen flachen verlauf hat und dunkle Objekte auch im Himmel zu sehen sind (Bäume, Gebäude, Berge, …). Diese werden dann natürlich von den Filtern ebenfalls gefiltert, also muss man entweder in der Nachbearbeitung diese doch auch wieder aufhellen oder aber den Himmel dort massiv abdunkel (geht aber nur wenn das Bild nicht überbelichtet ist).Moderne Kameras (Sorry, Canon leider nicht..) habe so einen hohen Dynamikumfang, dass dies nahezu immer Problemlos geht. Im zweifel (oder halt leider bei Canon) mach ich lieber eine AEB Bracketing mit 3-5 Bildern, dann hat man auch mit älteren Kameras oder Kameras mit kleinerem, rauschintensiverem Sensor kein Problem mit dem Rauschen.
    Und eine Belichtungsreihe ist doch deutlich günstiger als Verlaufsfilter.
    Aber auch hier: Man muss halt wieder etwas Zeit in die Nachbearbeitung stecken…

    Mein Fazit daher: Es geht gut auch ohne Filter, es kommt jedoch sicher immer auf den Fotograf an, was er bevorzugt: Will ich lieber die Zeit draussen verbringen, länger haben um da Foto so umzusetzen wie ich es will? Oder verbringe ich danach an einem Bild eine Stunde bis es zusammengerechnet ist und bin im schlimmsten Fall genervt weil ich doch zu wenige Bilder erstellt habe um die Bewebungsunschärfe so abzubilden wie ich sie wollte?

    Wichtig ist aber bei beidem: Man muss wissen was man eigentlich machen will und seine Methodik kennen also üben üben üben!

    • Hallo Marco,
      Als aller erstes! Vielen herzlichen Dank für den Kommentar und die Zeit, welche Du dir genommen hast.

      Ich gebe Dir bei den meisten Punkten absolut recht. Es kommt doch sehr auf den Workflow des Fotografen und auch die Kamera an, mit welcher der Fotograf arbeitet. Es ist auch sehr wichtig, für was die Bilder am Schluss gebraucht werden.
      Bildrauschen und schwächen in der Bildqualität sehen wir auf Instagram, Facebook und so nicht. Wird ein Bild aber in hoher Qualität gedruckt ist das Resultat nicht mehr so schön.
      Persönlich versuche ich jeweils das Maximum aus den Bildern herauszuholen.

      Ich kenne diese neuen Funktionen, wo ein Graufilter aus mehreren Bilden zusammengesetzt werden können. Ich gehe auch davon aus, dass die Kamerahersteller in naher Zukunft diese Funktion perfektionieren werden.
      Trotzdem halte ich persönlich „noch“ am Graufilter fest. Für einige Aufnahmen ist dieser immer noch unverzichtbar.

      Einen Soft GND kann man absolut auch in felsiger Landschaft brauchen. Ich helle lieber die Bergspitzen leicht auf, als die Schattenstellen stark. Aber diese Arbeitsart passt halt sehr gut zu früher „Nikon“ und heute der GFX. Bei diesen Kameras habe ich so immer top Resultate.
      Auch eine Belichtungsreihe ist eine gute Wahl. Leider verlängert sich der Workflow für ein gutes Ergebnis auf dem PC halt extrem.

      Noch mal vielen Dank für deine Inputs.

      LG Patrik

      • Hallo Patrik

        Danke für deine Antwort und auch für den einblick in deinen Workflow. Ich habe mittlerweile noch ein paar andere Artikel von dir gelesen und finde es super wie du vorgehst und das machst.
        Wie gesagt, ich denke es kommt sehr stark auf den Fotografen an. Der eine will möglichst alles direkt vor Ort machen und dabei sicher auch die Natur geniessen, der andere setzt sich lieber noch einen Tag an den Rechner.
        Wie du in anderen Beiträgen auch schreibst: Das wichtigste ist „kenne deine Ausrüstung“ und natürlich auch wofür die Bilder überhaupt gebraucht werden. Wer sie Druckt hat sicherlich ganz andere Anforderungen als eben jemand er „nur“ Online damit arbeitet.

        Ich bin so bisschen zu beidem hingerissen – da IT für mich neben der Fotorgafie auch ein riesen Hobby ist setze ich mich gerne auch mal etwas länger hin um ein Bild zu bearbeiten. Nutze aber dennoch wenn immer möglich ND Filter. Finde es aber z.B. eben erstaunlich, dass man mittels Stacking auch aus einer 1″ Kamera bei ISO6400 noch sehr viel Qualität holen kann wenn man sich eben die Zeit am Rechner dafür nimmt.
        Zudem wäre ich z.B. eben auch nicht bereit ein Filterset in 150×150 zu kaufen extra nur für das Tamron 15-30mm.

        Viele Grüsse
        Marco

  3. Sehr schön geschrieben. Ich gehöre ja auch eindeutig auch ins Pro-Filter-Lager 😀 Einfach, weil ich lieber die Zeit draussen verbringe (…und mir die auch gerne nehme!) als vor dem PC…

  4. Toller Beitrag, ich habe mich noch nie so richtig mit Filtern beschäftigt, daher finde ich diesen Artikel sehr hilfreich!
    Vielen Dank!
    Sophie

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