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Auge in Auge…

Auge in Auge…

Als ich am frühen Abend unterwegs zu Freunden war, konnte ich bereits von weitem auf einem frisch gemähten Feld einen Fuchs beim Mäusefangen sehen. Als ich dann später auf dem Weg nach Hause war konnte ich das Tier im Feld immer noch sehen. Ich packte mein Teleobjektiv und die Kamera vom Rücksitz und habe mich über einen Feldweg entlang des hohen Grases an angeschlichen. Ich legte mich ins hohe Gras machte eine Lücke für das Teleobjektiv und wartet. Konzentriert auf die Mäuse lief der Fuchs hin und her. Beute machte er ordentlich. Die frisch gemähte Wiese war ergiebig und es gab viel Futter für den Fuchs. Nach einiger Zeit gesellte sich ein zweiter Fuchs dazu. Bemerkt haben mich die beiden Tiere nicht. Einer ist dann so nahe an mein Teleobjektiv herangekommen, dass ich einige fantastische Bilder machen konnte. Solche Begegnungen sind für mich als Fotografen Adrenalin pur. Und wenn ich es dann hinter der Kamera nicht versemmle, dann kann ich mich über wirklich gelungene Fotos erfreuen!

Aufgenommen wurden die Bilder mit der Fujifilm X-T4 und dem XF 200mm F2 mit 1.4x Konverter.

Alpidylle…

An diesem Wochenend fand das alljährliche Engstligenalpweekend mit dem Thema Landschaftsfotografie statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben wirklich perfektes Wetter erwischt. Schön, aber doch nicht zu schönes Wetter.
Am Freitagabend konnten wir den grossen Engstligenfall fotografieren. Am Samstag ging es bereits früh am Morgen raus um den Sonnenaufgang zu erleben. Auch hier hatten wir Glück und es zogen einige Wolken über den Bergen, welche sich dann auch noch wunderschön vor dem Sonnenaufgang röteten. Im Berghaus Bärtschi, welches uns wie immer einen tollen Service geboten hat, zeigte ich den Teilnehmern wie die Bilder in Lightroom entwickelt werden können und wie eine Aufnahme in der Landschaft geplant werden kann.
Am späteren Nachmittag ging es dann los zum Dossensee auf 2350 M.ü.M. In nur einer Stunde haben wir diesen erreicht. Respekt an die Fitness meiner Teilnehmer! Auch hier konnten wir einen schönen Sonnenuntergang mit Alpenglühen am Tschingellochtighorn erleben und fotografieren.
Ab nächster Woche wird auf meiner Hompage für Kurse und Workshops der Termin für 2017 aufgeschaltet werden. Letztes Jahr war der Workshop sehr schnell ausverkauft.

http://www.fotoexpert.ch

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Der gefrorene See

Um 3 Uhr in der Nacht hat mich der fiese Wecker aus dem Bett geholt. Ich ziehe die warmen Kleider an, lege die vorbereitete Fotoausrüstung ins Auto und versuche dabei meine beiden Kinder nicht aufzuwecken. Auf der Fahrt ins Berneroberland kann ich mir ein leises Fluchen nicht verkneifen, da die Heizung in meinem Auto im Moment nicht funktioniert. Die Stimmung steigt das erste mal, als ich die Nebeldecke, die im Moment im Flachland liegt das erste mal hinter mir lasse. Mein Ziel heute ist der Seebergsee im Diemtigtal. Im Sommer ist es möglich mit dem Auto bis ca. einen Kilometer an den See hin zu fahren und in einer gemütlichen Wanderung zum kleinen Bergsee zu gehen. In Zwischenflüh muss eine Bewilligung für ein paar Franken gekauft werden, damit man dorthin die Privatstrasse befahren kann. Während der ganzen Fahrt habe ich mir überlegt wie der Zustand der Strasse wohl ist. Hat es wohl viel Schnee? Bereits auf der Häft ist mir klar, dass ich dass Auto hier stehen lassen muss. Die warme Jacke anziehen, die neuen Winterschuhe binden, und los marschieren. Der Weg dort nach ganz oben ist lang und steil. Auf den Strassen komme ich aber ganz gut voran. Beim ersten Wegweiser steht “Seebergsee 1h 45min”, auch hier kann ich mir ein leises Fluchen nicht verkneifen. Ein Wanderweg bietet eine Abkürzung. Im tiefen Schnee sind aber nur die Spuren der Tourenskifahrer zu sehen, welche am Vortag hier durch gefahren sind. Die Spuren sind gefrohren so sinke ich selten ein. Die letzten hundert Meter vor der zugeschneiten Berghütte sind besonders anstrengend. Die Luft auf ca. 2000 M.ü.M ist jetzt dünner und kalt. Nun hat es auch starke Schneeverwehungen, welche mich stark behindern. Um ca. 05.30 Uhr stehe ich nun bei der Seeberg-Hütte und schiesse die ersten Bilder der Landschaft zusammen mit dem wunderschönen Sternenhimmel. Zum See geht es jetzt noch einen Hügel hoch. Hier sind vor mir nur ein paar wenige Leute seit dem letzten Schneefall gegangen. Ich stampfe also weiter durch den Schnee und komme oben an. Wo im Sommer ein Bergsee ist, sehe ich mit meiner Taschenlampe nur ein weisse zugeschneite Ebene. Mein Ziel ist eigentlich nicht der See sondern eine der beiden Bergspitzen, die man auf der linken Seite sehen kann. Der kommende Aufstieg wird nun noch mal besonders hart. Ich halte mich an die einzige Spur im Schnee, welche von einem Skifahrer hinterlassen wurde. Unterwegs schiesse ich viele viele Fotos und als ich kurz vor Sonnenaufgang oben an der Spitze ankomme, werde ich mit einem gigantischen Ausblick belohnt.
Der Augenblick in dem die Sonne über die Bergen kommt, lässt mich jedes mal wieder staunen.

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Ein kleiner Wunsch zu unserem Nationalfeiertag…

Liebe Schweizerinnen und Schweizer, Besucherinnen und Besucher unseres wunderschönen Landes, es liegt mir fern hier eine 1. August Ansprache über die politischen oder sozialen Verhältnisse in der Schweiz oder irgendwo zu halten. Von dem verstehe ich zu wenig!
Mein Wunsch zum Geburtstag unseres Landes geht in eine ganz andere Richtung. Wir als Bewohner eines fantastischen Planeten, müssen die Verantwortung wahrnehmen und die Natur und Landschaft wahren und schützen. Wir wollen auch in ein paar Jahren noch auf diesem Planeten leben und diesen geniessen. Jeder Mensch sollte danach streben unsere Erde zu erhalten. Es müssen ja nicht gleich riesige Naturschutzprojekte sein. Sondern achtet schon nur beim Wandern durch die Landschaft darauf, dass Ihr den Müll von der Cervelat oder die Verpackung der Chips nicht einfach liegen lasst. Jeder von euch kann mit kleinen Sachen zu einem nachhaltigen Leben auf unserem blauen Planeten beitragen.

Ich wünsche einen super 1.August.

Engstligenalp

Ein letztes aus Kalifornien…

Diese wunderbare Aussicht mit dem brennenden Himmel war die letzte Station direkt am Meer in Kalifornien. Der Himmel brannte minutenlang! Es war wundervoll. Mit diesen Erinnerungen möchte ich mich auch gleich von diesem Land verabschieden. Ich hatte das grosse Vergnügen ein Land zu bereisen, welches sich auf der Fahrt durch die verschiedenen Bundesstaaten landschaftlich sehr vielseitig und abwechslungsreich gezeigt hat. Ob die weissen Strände in Florida, die einzigartigen Zypressenwälder mit den Alligatoren in Louisiana, die wundervollen Nationalparks in Utah oder Kalifornien mit seiner einzigartigen Küste, es war wunderbar.
Bedanken möchte ich mich auch bei den Amerikanerinnen und Amerikanern! Jederzeit wurden wir sehr herzlich und hilfsbereit behandelt und ich kann mich kaum an ein negatives Ereignis erinnern.

Bis bald! Wir werden uns wiedersehen!

Sonnenuntergang in Kalifornien

Eine wundervolle Landschaft…

Etwas nördlich von San Francisco liegt Point Reyes. Eine wundervolle Landschaft bestehend aus Stränden, Klippen, Sanddünen, Hügeln und natürlich viel Meer. Ich hatte vor meinem Besuch noch nie was von diesem Ort gehört. Eigentlich war es sogar purer Zufall, dass ich dorthin gegangen bin. Es ist aber wirklich eine wundervolle Landschaft. Für einige Momente ist es mir so vorgekommen als ob ich in Irland oder Schottland unterwegs wäre. Die Klippen, die grasenden Kühe und der Wind haben stark daran erinnert. Es gibt hier auch verschiedene Tiere zu sehen. Bei meinem Aufenthalt konnte ich mich mit dem Teleobjektiv gemütlich zwischen eine Gruppe von Rehen setzen und auch die Jungtieren fotografieren. Das war wunderbar und hat die Tiere scheinbar nicht gestört. Schade habe ich mir nicht noch ein bis zwei Tage mehr Zeit lassen können. Hierher möchte ich gerne noch mal zurückkehren.

Point Reyes

Naturwunder Yosemite…

Wir sind mit dem Camper über den südlichen Eingang in den Yosemite rein gefahren. Auf dem Campingplatz Bridalveil Creek auf 2200 Meter haben wir einen wunderbaren Platz für unser Lager gefunden. Von da an war nur noch staunen angesagt! Die Natur war im Yosemite besonders kreativ. Diese wunderbaren Felsen, Wasserfälle, Täler und Graslandschaften sind einzigartig. Hier im Park hätte ich sicherlich mehrere Wochen fotografieren können, ohne dass es mir langweilig geworden wäre. Wenn du den Park auch mal besuchen möchtest, empfehle ich Dir dies unter der Woche zu machen. Die Touristischen Hot-Spots im Valley sind am Wochenende so gut besetzt wie Disneyland. Am Wochenende empfiehlt es sich die Trails zu nutzen, welche abseits der Spots liegen. Im weiteren sind die meisten Besucher am Wochenende zu faul um auf längere Wanderungen zu gehen.
Auf dem Panorama ist der Half Dome mit verschiedenen Wasserfällen am Morgen früh vom Glacier Point aus zu sehen.

Yosemite Panorama Glacier Point Half Dome

Brennender Himmel im Kings Canyon…

Am Nachmittag sind im Kings Canyon Nationalpark am Horizont langsam schwarze Wolken aufgezogen. Da wir am Tag zuvor im Sequoia so richtig von einem Gewitter überrascht wurden, haben wir uns gleich auf den Rückweg gemacht. Es ist aber anders gekommen! Das Gewitter ist vorbeigezogen und die Sonne drückte kurz vor Sonnenuntergang wieder durch die Wolken. Ein fantastischer Sonnenuntergang mit brennendem Himmel ist entstanden…

Kings_Canyon_Sunset

Aufstieg zu den Marble Falls im Seqoia Nationalpark…

Bereits um 04.45Uhr hat mich der Wecker aus dem Bett geholt. Müde und mit einem schweren Rucksack habe ich mich auf den Weg zu den Marble Falls im Seqoia Nationalpark gemacht. Ein Weg des Trails beträgt 6 km und es sind viele Höhenmeter zu bewältigen ( Da ich nicht genau weiss wie viele, schreibe ich besser nichts ;-). Der Aufstieg vor dem Morgenessen war streng! Trotzdem bin ich schnell voran gekommen und war bereits bei Sonnenaufgang bei den Wasserfällen. Die verschiedenen Wasserfälle sind beeindruckend! Das Wasser des Falls ist bereits von weitem zu hören. Die Steine rund um die Falls sehen aus wie Marmor. Nun suchte ich mir einen geeigneten Platz um Fotos zu schiessen. Mit dem Tamron SP 15-30mm 2.8 VC habe ich ein Objektiv mit dem ich auch grosse Bildwinkel einfangen kann. Damit ich eine lange Verschlusszeit und den gewollten Flusseffekt erstellen konnte, habe ich auf der Filterhalterung einen ND 3.0 Graufilter verwendet. Nach mehreren Fotos habe ich mich auf den Rückweg gemacht und nach 3/4 Stunden Abstieg habe ich mir das verdiente Morgenessen gegönnt….

Seqoia Marble Falls

Die blaue Stadt….

In San Diego haben wir am wundervollen silver Strand State Beach halt gemacht. Ein wnderbarer Strand mit einem Campingplatz, welcher ca. 30 Meter vom Meer entfernt ist. Der Strand liegt auf Coronado Island und bietet die Chance die Skyline von San Diego zu fotografieren. Zum Bild welches ich hier zeige gibt es eine kleine Geschichte… Im Normalfall plane ich meine Fotoausflüge gut durch und schaue auf Google Maps wie und wohin ich am besten gehen kann. Nur dieses Mal war es so, dass wir den Hotspot für Internet nicht aufgeladen hatten und ich schätzte wohin und wie lange der Weg gehen wird. Ich dachte ich könne “easy” am Strand entlang laufen, beim Hotel Coronado vorbei gehen und dann wäre ich schon da und könnte locker und schnell die Bilder machen. Dem war aber nicht so! Am Anfang war es noch ganz schön am Strand entlang zu laufen, als ich aber merkte, dass ich nach einer halben Stunde zu Fuss erst die hälfte des Weges geschafft hatte, wurde die Stimmung langsam schlechter. Unterwegs habe ich noch einen toten Seehund angetroffen, welcher wohl von einer Bootsschraube getroffen wurde. Dies war kein toller Anblick! Kurz vor meinem Ziel ist es aber noch “besser” gekommen… Vor der Hotelanlage bei welcher ich vom Strand auf die Strasse wechseln wollte, bin ich in eine Übung der US Marines gelaufen. Diese haben schwerbewaffnet das Landen mit Schlauchbooten am Strand geübt. Wahrscheinlich wäre dieser Strandabschnitt nicht für dumme Fotografen gedacht gewesen, die einen gemütlichen Spaziergang am Abend machen wollten. Die Blicke des Übungsleiters sahen jedenfalls nicht so freundlich aus und ich suchte schnell das Weite! Beim Hotelkomplex angekommen, stellte ich fest, dass ich jetzt doch noch mal gute 20 Minuten zu Fuss durch Coronado Island laufen muss. Als ich endlich angekommen bin, war ich doch schon ziemlich müde. Das Licht für die Bilder war aber in dem Moment genau so wie ich es haben wollte! Sogar noch besser! Aus irgend einem tollen Grund erschienen leichte weisse Streifen am Himmel, welche dem Bild etwas spezielles geben. Eigentlich wollte ich nach den Aufnahmen am Strand zurück laufen. Ich habe mich aber für ein Taxi entschieden, welches mich schnell und bequem zum Campground brachte.

Notiz an mich: Nie wieder ohne Plan los gehen!

San Diego

©Patrik Oberlin 2021